Lotte de Beer ist eine niederländische Opernregisseurin. Seit September 2022 ist sie Intendantin der Volksoper Wien und hat sich vorgenommen, ein „Musiktheater ohne Grenzen für ein Publikum ohne Grenzen“ in das zweitgrößte Opernhaus Wiens zu bringen. Zum diesjährigen Saisonauftakt lud die Volksoper Wien Publikum und Operettenliebhaber*innen zu einem besonderen Erlebnis ein: Beim allerersten Sing‑Along zur Operette Die Fledermaus durfte am 4. September mitgesungen, -gelacht und -gefeiert werden. Am 14. September feierte „Die Zauberflöte“ in einer kraftvollen Neuinterpretation unter der Regie von Lotte de Beer Premiere.
Im Oktober folgt mit „Killing Carmen“ eine mutige Neubearbeitung von Carmen für ein genreübergreifendes Ensemble (Regie: Nils Strunk und Lukas Schrenk), die niederländische Regisseurin Nina Spijkers inszeniert die „Nacht in Venedig“ und die Märchenoperette „Aschenbrödels Traum“ holt das altbekannte Märchen in die heutige Zeit. Die Geschichte der „Marie Antoinette“ wird zum Jahresende im gleichnamigen Ballett auf die Bühne gebracht, bevor Duncan Sheik und Steven Sater mit ihrem Rock-Musical „Spring Awakening“ die erste Premiere des neuen Jahres bestreiten.
> Spielplan der Volksoper Wien
Lotte de Beer begann ihre musikalische Laufbahn in Maastricht, wo sie am Konservatorium Klavier- und Gesangsunterricht nahm. Sie setzte ihre Ausbildung zuerst an der Schauspielschule in Maastricht und in Amsterdam in den Fächern Theaterpädagogik und Regie fort. Bereits damals gewann sie für ihre Inszenierung von „Häuptling Abendwind“ im Compagnietheater in Amsterdam den Ton-Lutz-Preis. Während ihres Studiums inszenierte sie unter anderem „Medea“ (von Tania Sikhelianou) an der Theaterschule Amsterdam, „Romeo und Julia“ am Noord Nederlands Toneel, sowie Szenen von Le Nozze di Figaro (Niederländische Nationaloper).
Nach ihrem Abschluss folgten die Produktionen „Penthesilea“ (basierend auf dem Stück von Heinrich von Kleist) am Kameroperahuis Zwolle, „TangoTürk“ (Komposition: Sinem Altan und Text: Kerem Can) an der Neuköllner Oper in Berlin, und „Clara S“ (von Nicoleta Chatzopoulou) an der Oper Leipzig als Doppelvorstellung mit Konwitschnys „Ich habe Genug“. Ihre Produktionen an Opernhäusern in ganz Europa ernteten große Anerkennung von Publikum und Presse. De Beer gewann die International Opera Awards 2015 in der Kategorie Newcomer.
Weitere Inszenierungen folgten und mit ihrer eigenen Compagnie „Nieuw Nederlands Opera Front“ konnte Lotte de Beer eine neue Generation erreichen und dazu beitragen, die Oper der Zukunft zu gestalten.
Außerdem am Dienstag zu Gast: Lukas Perman und Marjan Shaki
Willkommen Österreich, 30. September ab 22 Uhr in ORF1 und ab 20 Uhr auf ORF ON
